Mama ich will einen Hund ...

Wer kennt diesen Wunsch von Kindern nicht.  Und ich kann ihn besonders gut verstehen, da ich mit Hunden aufgewachsen bin und mein ganzes Leben Hunde hatte. Loriot spricht mir aus dem Herzen wenn er sagt: „ Ein Leben ohne Hund ist möglich aber sinnlos.“ Ganz so drastisch kann es aber nicht für jedermann gelten.

Die Persönlichkeit eines Hundes

Alle meine Hunde waren in ihrer Persönlichkeit und in ihrem Wesen sehr unterschiedlich. Genau wie Kinder, entwickeln sie sich nach ihrem eigenen Entwicklungsplan. Man kann das Ergebnis nicht vorhersehen und bei Nichtgefallen den Hund einfach umtauschen. Erziehung und eigenes Verhalten/Vorbild des Besitzers haben großen Einfluss, aber die eigene Persönlichkeit des Hundes bleibt. Natürlich tragen auch rassetypische Anlagen zum Wesen des Hundes bei. Aber nicht alles was putzig und süß ausschaut ist es auch und der gefährliche ausschauende Schäferhund kann das Wesen eines Lämmchens haben. Für erfahrene Hundehalter gibt es manchmal Anzeichen, die Rückschlüsse erlauben. Eine 100 prozentige Sicherheit gibt es aber nicht!

Darum gilt:

Ein Hund ist immer für Überraschungen gut, sowohl positiv als auch negativ. Und so wie er ist, muss er akzeptiert werden für die nächsten 10 bis 15 Jahre, je nach Rasse und Alter des Hundes.

Übernahme von Verantwortung

Ein Kind kann die Verantwortung für einen Hund nicht übernehmen! Ein Hund ist Teil der ganzen Familie und diese trägt auch die Verantwortung. Ein Kind weiß nicht im Voraus, was die Dauer eines Hundelebens bedeutet.

Verantwortung bedeutet nicht nur regelmäßige Auslaufzeiten sondern auch verlässliche Fütterung, Pflege und Ruhezeiten (an einem Ort, der für die Kinder tabu ist).

Verantwortung bedeutet auch regelmäßige Tierarztbesuche, und je nach Rasse evtl. auch Tierfriseur.

Wer hat die Zeit für tägliches Gassigehen, egal welches Wetter draußen ist oder wie die eigene Gesundheit im Moment aussieht?

Kosten

Ein Hund ist auch eine finanzielle Frage. Es sind nicht nur die Anschaffungskosten, das Futter oder der Tierarzt, die Geld kosten. Ein Hund kann trotz großer Vorsicht einen Unfall verursachen oder fremdes Eigentum zerstören usw. d.h. es muss eine Haftpflichtversicherung und evtl. auch eine Krankenversicherung abgeschlossen werden.

Brauche ich Hilfe bei der Erziehung des Hundes, dann kommt ein gutes Hundetraining in Frage (kann ich jedem nur empfehlen).

Ersatz-Unterbringung

Wo wird der Hund untergebracht, wenn er in der Familie wegen Krankheit, Urlaub oder anderem, kurzfristig nicht mehr versorgt werden kann? Wo gibt es die nächsten Tierpensionen, Tierpflegestellen oder im besten Fall Freunde, Angehörige, die das Tier kennt und sich dort wohl fühlt.

Es gibt genug Ratgeber im Internet oder von Fachleuten, die man sich gut anschauen sollte, bevor man sich ein neues Familienmitglied für lange Jahre zulegt.

Bedeutung für die Kinder/Familie

Für mich als Kind und auch für meine Kinder waren die Hunde immer „Freunde“, „Zuhörer“ und „Spielkameraden“. Von den Hunden wird man so angenommen wie man ist. Durch sie haben wir Verantwortung, Mitgefühl, Rücksichtnahme, Freude, Anerkennung, Zugewandtheit und auch Trauer und Loslassen gelernt. Meine mittlerweile erwachsenen Kinder haben auch wieder Hunde. Und immer noch sind unsere Hunde oft auch unsere besten Lehrer.

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20. Februar 2026

Diese Information war für mich äußerst wichtig und sehr hilfreich. Sie hat mir entscheidend weitergeholfen und einige offene Fragen geklärt. Ich würde mich sehr über weiterführende Informationen und zusätzliche Details zu diesem Thema freuen.

Hanna

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20. Februar 2026

Barbara Brecht