Zutaten
- 4-8 frische Holunderblütendolden
- 125 g Mehl
- Apfelsaft oder Milch, nach Gefühl für einen glatten Ausbackteig
- 1 Eigelb
- 1 TL Öl
- 1 Eiweiß, steif geschlagen
- 1 Prise Salz
- Öl zum Ausbacken
- Zum Süßen: Löwenzahn- oder Gänseblümchengelee
Holunderzeit aus der Blütenküche
Holunderblütenküchlein nach Oma-Gela-Art - goldgelb ausgebacken, mit Blütenduft im Teig und einem Klecks Löwenzahn- oder Gänseblümchengelee.
Ein einfaches Sommerrezept aus wenigen Zutaten: frische Holunderblüten, lockerer Ausbackteig und ein süßer Abschluss aus Blütengelee.
Für Erwachsene kann statt Milch oder Apfelsaft auch Bier verwendet werden. Das entspricht der klassischen, etwas herberen Variante.
Das Original nennt 4-8 Dolden. Für Kinderportionen werden daraus eher acht kleine Küchla, für große Dessertportionen eher vier.
Bei 125 g Mehl, etwa 200 ml Milch oder Apfelsaft, 1 Ei und ungefähr 30 g aufgenommenem Ausbacköl ergeben sich rund 930-980 kcal für die ganze Menge, ohne Gelee. Das sind etwa 115-245 kcal pro Küchla, je nachdem ob 8 kleine oder 4 große Stücke gebacken werden. Fett und Kalorien hängen besonders stark davon ab, wie heiß das Öl ist und wie gut die Küchla abtropfen.
Nur eindeutig bestimmte Holunderblüten verwenden, möglichst von unbelasteten Standorten. Grüne Pflanzenteile, Stiele, Blätter und rohe unreife Beeren gehören nicht in die Küche. Menschen mit Allergien, kleine Kinder und Schwangere sollten neue Wildpflanzen vorsichtig probieren und im Zweifel fachlich nachfragen.
Ausgebackene Holunderblüten sind in vielen Regionen Mitteleuropas als Hollerküchle, Hollerkücherl oder Holunderküchlein bekannt. Die Blüten bringen im frühen Sommer Duft in einfache Teige; früher war das eine naheliegende Art, wenige Vorratszutaten in ein festliches, saisonales Gericht zu verwandeln.