Zoe kam im Mai 2022 zu mir. Mein alter Hund war einige Monate zuvor gestorben. Er hatte 15 Jahre bei mir gelebt und ich fühlte mich seit seinem Tod wie amputiert. Ich wollte erstmal keinen anderen Hund. Eine Bekannte sah meine Trauer und sagte: „Lass dir Zeit und trauere in Ruhe, aber wenn du mal Lust hast, dann schau doch auf die Seite der Tiernothilfe Siebenbürgen. Die Hunde sind realistisch beschrieben und werden gut versorgt, bevor sie ihre Reise nach Deutschland antreten dürfen.“
Es dauerte noch einige Zeit, bevor ich dann doch mal die Internetseite dieser Tiernothilfe Siebenbürgen besucht habe. Der Verein hat auf seiner Seite viele verschiedene Hunde vorgestellt. Ihr Schicksal war teilweise sehr traurig, aber ich wusste auch, dass Mitleid keine Grundlage ist, einen Hund aufzunehmen. Ganz am Schluss kam ein Bild von Zoe und ihren vier Welpen. Laut Auskunft des Vereins, wurde Zoe trächtig bei ihnen abgegeben. Sie hat dann dort ihre Jungen zur Welt gebracht und sich fürsorglich um diese gekümmert. Mich hat die Beschreibung ihres Wesens sehr angesprochen, aber es dauerte noch eine Weile, bis ich mich aktiv um sie bemühte. Da ich mein ganzes Leben lang Hunde hatte, wusste ich was auf mich zukommen würde und habe nochmal in Ruhe überlegt. Immer wieder habe ich ihr Bild und diverse Videos von ihr und den Welpen angeschaut. Ich hatte verschiedene Fragen, zum Beispiel nach ihrem Beinchen, ihren tatsächlichen Maßen, wie die Geburt der Welpen verlaufen ist und was man über die Vorbesitzer wusste. Der Verein hat mir Röntgenbilder von Zoes Beinchen geschickt, eine Stellungnahme der behandelnden Tierärztin und Größenmaße. Über die Vorbesitzer wusste man nichts. Mittlerweile konnte ich mir sehr gut vorstellen, dass wir beide ein Team werden. Allerdings hatte ich noch nie einen so kleinen Hund. Tatsächlich hatten sich für Zoes Welpen bereits Interessenten gefunden. Durch meine Bekannte wusste ich, dass der Verein zukünftige Halter und die Art der Unterbringung kontrolliert, bevor er einen Hund weitergibt. Ich wurde für vertrauenswürdig befunden.
Und dann ging es los.
Es wurde ein Vertrag geschlossen, die Schutzgebühr bezahlt, Versicherungen abgeschlossen, ein spezielles Halsband und Leine und passendes Futter besorgt. Der Termin für den Transport von Rumänien nach Deutschland für Zoe und ihre Welpen stand fest. Der Ort und Zeitpunkt der Übergabe wurde uns vom Verein mitgeteilt. Ich freute mich riesig auf Zoe und war sehr gespannt.
Wie alles weiterging, erzähle ich im nächsten Blog bei oma-gela.de