Oma Gela Geschichten · Gedichte für Kinder

„Fünfter sein“

Ein kurzes Gedicht voller Warten, Zählen und kleiner Spannung: Wer ist als Nächstes dran? Gerade durch die Wiederholungen können Kinder wunderbar mitsprechen und mitfühlen.

fünfter sein

tür auf einer raus einer rein vierter sein tür auf einer raus einer rein dritter sein tür auf einer raus einer rein zweiter sein tür auf einer raus einer rein nächster sein tür auf einer raus selber rein tagherrdoktor

Autor: Ernst Jandl

Warum dieses Gedicht Kinder so gut erreicht

„Fünfter sein“ arbeitet mit wenigen Worten, klarer Wiederholung und einer Situation, die viele Kinder kennen: Man wartet, zählt mit und merkt, wie die Reihe immer kürzer wird. Dadurch entsteht fast automatisch Spannung — bis am Ende der letzte selbst hineingeht.

Zum Mitsprechen

Die wiederkehrenden Zeilen können Kinder schnell aufnehmen und gemeinsam wiederholen.

Zum Zählen

Aus „fünfter“ wird „vierter“, „dritter“, „zweiter“ und schließlich „nächster“.

Zum Erzählen

Schon wenige Wörter lassen eine ganze kleine Wartezimmer-Geschichte entstehen.

Oma Gelas Vorleseidee

Lies das Gedicht langsam und mit kleinen Pausen vor. Nach jeder Wiederholung können die Kinder raten: Wer ist jetzt dran? So wird aus dem kurzen Text ein kleines Vorlesespiel.

Hinweis zur Nennung: Der Text wird unter Angabe des Autors gezeigt. Autor des Gedichts „Fünfter sein“ ist Ernst Jandl.

Worum geht es?

Auf einer Bank warten mehrere Figuren darauf, an die Reihe zu kommen. Immer wieder öffnet sich die Tür: Jemand geht hinaus, jemand geht hinein – und die Reihenfolge verändert sich.

Gerade diese einfache Abfolge macht die Geschichte für Kinder so spannend. Sie können mitzählen, mitsprechen und merken ganz schnell: Aus dem Fünften wird der Vierte, dann der Dritte, dann der Zweite – bis schließlich der Nächste an der Reihe ist.

Der besondere Reiz liegt in der Wiederholung: Kinder erkennen das Muster, warten auf die nächste Veränderung und erleben Sprache fast wie ein kleines Spiel.

Oma Gela Tipp: Beim Vorlesen darf jedes Kind mit den Fingern mitzählen. So wird aus dem Gedicht ein kleines Sprach- und Zahlenspiel.

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Zählen üben

Kinder erleben Reihenfolge, Veränderung und Zahlen ganz spielerisch.

🗣️

Sprache fühlen

Die wiederkehrenden Wörter laden zum Mitsprechen und Nachahmen ein.

🚪

Spannung erleben

Die offene Tür wird zum kleinen Moment der Erwartung: Wer ist als Nächstes dran?

So könnt ihr die Geschichte gemeinsam entdecken

  1. Schaut euch zuerst die Figuren auf der Bank an und zählt gemeinsam, wie viele warten.
  2. Lest langsam vor und macht bei der Tür eine kleine Pause.
  3. Fragt zwischendurch: Wer ist jetzt dran? Wie viele sitzen noch da?
  4. Lasst die Kinder einzelne Wörter oder die wiederkehrende Zeile mitsprechen.
  5. Sprecht am Ende darüber, warum sogar der Doktor selbst in die Geschichte hineinrutscht.

Für Eltern, Großeltern und Kitas

„Fünfter sein“ zeigt, wie viel in wenigen Worten stecken kann: Rhythmus, Witz, Reihenfolge, Erwartung und ein kleines überraschendes Ende. Genau deshalb eignet sich die Geschichte wunderbar für kurze Vorlesemomente – zu Hause, in der Kita oder im Morgenkreis.